Ein neues Leben dank Belladerma in Berlin

Folgende Zuschrift haben wir anonym von einer Leserin erhalten. Sie schildert ihre Erfahrungen als indische Frau in Deutschland und es hat uns sehr bewegt. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden die E-Mail hier zu veröffentlichen.

 

Hallo ihr lieben,

als ich euren Beitrag über Schönheitsideale gelesen habe, habe ich mich direkt angesprochen gefühlt. Ich habe indische Wurzeln und bin sehr stolz darauf. Aber in gewisser Hinsicht könnte ich es auch verfluchen. In Deutschland ist es damit nicht immer leicht.

Besonders ist mir das aufgefallen, als ich in die Pubertät gekommen bin. Wie bei den anderen Mädchen auch, hat mein Körper sich angefangen zu verändern und die Hormone spielen verrückt. Wir haben uns alle seltsam benommen und das soziale Gefüge veränderte sich. Während andere Mädchen aber mit herkömmlichen Begleiterscheinungen zu kämpfen haben, war ich in einer besonders schlimmen Situation.

Der Haarwuchs nahm stark zu

Hoffnung für alle Menschen die unzufrieden sindAm ganzen Körper begannen Haare zu sprießen. An den Beinen und den Armen ließ es sich im Winter gut verbergen, aber auch auf der Oberlippe wuchsen Haare. Ich bekam einen Damenbart der schrecklich aussah. Was in Indien vielleicht eher geduldet wird, ist hier in Deutschland ein echter Horror. Jeder sprach mich darauf an und ich wurde offen dafür angefeindet. Meine Freundinnen schämten sich für mich und die Jungs haben mir deutlich zu verstehen, dass ich ihnen nicht zu nahekommen soll. Ich fühle mich wie eine Aussätzige.

Zu Hause konnte ich nur schwer über das Thema reden. Meinte Mutter meinte, dass ich stolz darauf sein soll wer ich bin. Das war für mich unmöglich.

Ich entschied mich etwas zu ändern

Mit 21 Jahren war mir klar, dass es so nicht weitergehen kann. Ich weinte mich oft in den Schlaf und kam nicht darauf klar, dass die Männerwelt mich so nicht akzeptieren konnte. Ich googelte und fand die Klinik Belladerma in Berlin. Hier wurde eine permanente Haarentfernung angeboten und ich buchte direkt einen Termin.

Zunächst sprachen wir über mein Problem und es war gut zu hören, dass ich nicht die einzige bin, die unter einem Bartwuchs leidet. Anschließend gingen wir die Kosten durch und wie viele Sitzungen in etwa auf mich zukommen werden.

Ich wäre bereit gewesen all meine Ersparnisse zu geben, aber im Endeffekt war es in etwa so teuer wie ein günstiger Urlaub. Für mich war das ein geringer Preis um die Chance zu haben wieder glücklich zu werden.

Heute blicke ich auf all die Jahre voller Spott und Ausgrenzung zurück und frage mich, weshalb meine Eltern mich nicht auf das Thema vorbereitet haben und weshalb ich mir die Oberlippenbehaarung nicht schon viel früher habe entfernen lassen.

Im Leben braucht man immer wieder Mut zur Veränderung. Bei mir hat es lange gedauert, aber im Endeffekt wird man für ein mutiges Handeln belohnt.

Bitte veröffentlichen Sie diese E-Mail auf Ihrem Portal. Ich habe die Hoffnung, dass ich Frauen in einer verzwickten Lage mit meiner Geschichte helfen kann.

 

Anonyme Grüße!

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